Der kalte Knieguss

Und so wird's gemacht...

Man stellt sich in der Badewanne oder Duschtasse am besten auf einen Rost, damit das Wasser gut ablaufen kann und man während des Gusses nicht im Wasser steht. Der Gießschlauch wird in die rechte Hand genommen. Man beginnt an der rechten kleinen Zehe, geht langsam an der Außenseite des Beines bis rückwärts über die Kniekehle, führt den Strahl dreimal über der Kniekehle hin und her, führt ihn dann handbreit über dem Knie wieder dreimal hin und her und geht an der Innenseite des Beines hinab. Das Gleiche führt man am linken Bein durch und wiederholt die ganze Anwendung. Zuletzt werden noch beide Fußsohlen begossen. Voraussetzung ist, wie bei jeder Kaltanwendung, dass man warme Füße hat. Die Beine werden nach dem Guss abgestreift und nur zwischen den Zehen gut abgetrocknet (Fußpilz!). Bewegung zur Wiedererwärmung durchführen und eventuell Socken anziehen.

 

Anzuwenden (Indikationen)

  • zur kräftigen lokalen Zirkulationsanregung,
  • Abhärtung im Rachenraum
  • bei Blutdruckregulationsstörungen
  • bei gefäßbedingten Kopfschmerzen
  • Hitzegefühl
  • Venenbeschwerden
  • Muskelkater
  • stumpfen Verletzungen.

 

Nicht geeignet bei (Indikationen)

  • arteriellen Durchblutungsstörungen der Beine
  • Menstruation
  • Ischiasnervenschmerzen
  • Harnwegsinfekt (Nieren- und Blasenleiden)
  • frischen offenen Verletzungen.

 

Wirkung

  • blutdruckregulierend
  • entstauend
  • reaktiv erweiternd auf Arterien, daher durchblutungsfördernd
  • tonisierend (kräftigend) auf Venen
  • vegetativ beruhigend, schlaffördernd
  • Förderung der Durchblutung der Rachenschleimhaut