Nährstoffe

Die erste wichtige Gruppe der Nährstoffe sind die Kohlenhydrate.

Sie können in niedermolekulare (Zucker) und hochmolekulare (Stärke) unterteilt werden. Das Getreidekorn, das Maiskorn, der Reis etc. sind die Hauptenergielieferanten, da sie vorwiegend aus hochmolekularen Kohlenhydraten (Stärke) bestehen. In der üblichen Ernährung werden vorwiegend Auszugsmehle, die von allen Hüllschichten des Getreidekorns und den darin enthaltenen Wirkstoffen befreit sind, verwendet. Die Folge ist ein Defizit an Vitaminen der B-Gruppe, Mineralstoffen und Spurenelementen, die für Organfunktionen und im Stoffwechselgeschehen eine überragende Bedeutung haben. Daher sollen möglichst viele Vollkornprodukte verwendet werden. In dieser »Verpackung« werden die Wirkstoffe im Körper optimal verwertet. Darüber hinaus liefert die Getreidehülle quellende Ballaststoffe, wie sie der Darm für seine klaglose Funktion benötigt. Isst man eine ballaststoffreiche Ernährung, muss man auch viel trinken, da sonst die Gefahr der Verstopfung besteht. Ballaststoffe in Verbindung mit viel Flüssigkeit sind ein Garant für eine geregelte Verdauung!

 

Zweiter Nährstoff ist das Eiweiß mit seinen verschiedenen Eiweißbausteinen.

Jede Tierart und auch der Mensch haben ihr ganz besonderes aus bestimmten Aminosäuren in charakteristischer Folge aufgebautes Eiweiß. Einige für den Menschen dazu notwendige Aminosäuren können vom Organismus nicht oder nur in beschränktem Maße produziert werden. Sie müssen daher in ausreichender Menge zugeführt werden. Nach ihrem Gehalt in den Nahrungsmitteln hat man eine Wertigkeitstabelle erstellt. Vollwertig sind jene Eiweißträger, die alle benötigten Aminosäuren in genügender Menge enthalten. An der Spitze stehen Milch und Ei, gefolgt von Fleisch und Fisch. Aus dem Pflanzenbereich bietet vor allem die Sojabohne ein wertvolles Eiweiß.

 

Die dritte Gruppe der Nährstoffe, die Fette, sind reine Energieträger und dürfen nur in geringen Mengen zugeführt werden.

Ein Überangebot in der Nahrung wird in den Fettdepots des Körpers gespeichert und führt zu Übergewicht. Die negativen Wirkungen dieser quantitativen Überernährung betreffen nicht nur den Bewegungs- und Stützapparat. Die Fettsucht gilt an sich als Risikofaktor und außerdem treten verschiedene schwere Erkrankungen (Hochdruck, Zuckerkrankheit usw.) bei Fettleibigen gehäuft auf. Die sehr unterschiedliche Zusammensetzung der Fette spielt eine Rolle. Fette haben in ihrem Molekül Glyzerin und drei Fettsäuren. Von der Art dieser Fettsäuren wird ihre Wirkung auf den Fettstoffwechsel und damit der gesundheitliche Wert bestimmt. Chemisch ungesättigte Fettsäuren mindern die Gefahren der Fettstoffwechselentgleisung und damit der Arteriosklerose, während gesättigte Fettsäuren das Risiko erhöhen. Als einfache Richtlinie gilt die Tatsache, dass ungesättigte Fettsäuren vor allem in pflanzlichen Fetten enthalten und diese daher den tierischen vorzuziehen sind. Fettes Fleisch und fette Wurst sollten in einer gesundheitsbewussten Ernährung vermieden werden. Bei bereits bestehender Fettstoffwechselstörung (z. B. hohe Cholesterinwerte) kommt der Wahl der Speiseöle ganz besondere Bedeutung zu. Hoch ungesättigte Fettsäuren, wie sie z. B. im Maiskeimöl oder in Diätmargarinen enthalten sind, haben nicht nur vorbeugenden, sondern therapeutischen Wert.