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Akne 


Akne ist eine Erkrankung der Haarbälge und Talgdrüsen, die am häufigsten durch hormonelle Umstellungen während der Pubertät ausgelöst wird.


Die Talgdrüsenproduktion wird durch weibliche Hormone (Östrogene) gebremst, durch männliche (Androgene) gesteigert, gleichzeitig werden durch Hornbildung die Talgdrüsen-Ausführungsgänge verlegt - ein Mitesser bildet sich. Danach setzen Bakterien Haut irritierende Substanzen frei - es kommt zu Entzündungen und der Pickel bekommt ein Eiterknötchen. Durch Kratzen und Herumdrücken wird der Vorgang verstärkt und die Bakterien gelangen auch an neue noch nicht befallene Hautpartien. Hormonelle Schwankungen können bei manchen Menschen immer wieder Akne auslösen - bekannt ist die prämenstruelle Akne bei Frauen.


Der Besuch des Hausarztes ist empfehlenswert, es gibt heute moderne medizinische Therapien zur Behandlung der Akne. Naturheilmittel sind sehr empfehlenswert, da das Akne-Problem ja meist mehrere Jahre anhält.


Kneipp-Gesichtsguss gegen Akne


Der Gesichtsguss wirkt entzündungswidrig auf Pickel, außerdem fördert er die Durchblutung der Gesichtshaut und durch die sanfte Massage die Anregung des Lymphstroms und hilft so doppelt beim Abtransport von Stoffwechselendprodukten, die bei entzündeten Pickeln verstärkt auftreten. Die kräftige Durchblutung sorgt für eine gesunde Gesichtsfarbe und ein frisches Aussehen.


Heilpflanzen, die gegen Akne helfen:


Brennnessel, Löwenzahn, Birkenblätter, Schachtelhalm, Kamille, Ringelblume, Salbei, Schafgarbe, Weizenkleie, Arnika sind hier zu nennen.


Der Versuch mit einem Blutreinigungstee zur innerlichen Anwendung lohnt. Dadurch werden die Ausscheidungsprozesse beschleunigt, Niere, Blase und Leber zu vermehrter Tätigkeit angeregt. Wenn man zusätzlich viel Mineralwasser trinkt, kommt das einem Reinigungsprozess gleich, der auch auf die Haut positive Auswirkungen hat.


Rezeptur: 30 g Brennnessel, 25 g Löwenzahn, 25 g Birkenblätter, 10 g Schachtelhalm, 10 g Hagebutten mit Kernen. 3 gehäufte Teelöffel der Mischung werden mit 1/8 l kochendem Wasser übergossen und 15 Minuten ausgezogen. Abseihen und - wenn möglich - ungesüßt trinken. Täglich 2 bis 3 Tassen über einen Zeitraum von 8 Wochen.


Zur äußerlichen Anwendung empfehlen sich Waschungen, Kompressen und Dampfbäder (bei fettiger unreiner Haut wöchentlich einmal 10 Minuten) mit Kamillentee (entzündungshemmend und austrocknend), Ringelblumentee (wundheilend), Salbeitee (entzündungshemmend, antibakteriell) oder Schafgarbentee (entzündungshemmend, desinfizierend). Dampfbäder sind bei geplatzten Äderchen tabu, genauso bei reifer und trockener Haut. Kompressen sind auch bei trockener Haut möglich. Für Dampfbäder verwendet man 3 Hand voll der gewählten Kräuter und übergießt sie mit 3 Liter kochendem Wasser. Für Kompressen genügen 1 bis 2 Hand voll Kräuter auf 2 Liter Wasser.


Vollbäder
: Schachtelhalmbäder haben eine anregende Wirkung auf den Stoffwechsel der Haut und das Bindegewebe. Ein Weizenkleiebad beruhigt die Haut: 100 g Weizenkleie in einem Leinensäckchen ins Badewasser hängen. Immer wieder ausdrücken. Wenn man die Weizenkleie mit Kamillenblüten mischt, erreicht man eine entzündungshemmende Wirkung. Vollbäder dauern etwa 20 Minuten, Wassertemperatur 38 bis 39 Grad. Anschließend eine halbe Stunde ruhen.


Man kann auch versuchen, Pickel mit Arnika-Tinktur zu betupfen. Gelegentlich kommt es zu allergischen Hautreaktionen - vorsichtig probieren. Auch Myrrhentinktur hat eine desinfizierende Wirkung - die Verbreitung der Bakterien wird erschwert.


Ernährung hilft der Haut


Zwar hängt die Ernährung nicht ursächlich mit der Akne zusammen, aber für die Haut als größtes Stoffwechselorgan ist sie ein wesentlicher Faktor. Verdauungsprobleme, Alkohol, zu viel Zucker und Fett, Rauchen, zu wenig Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente bedeuten Stress für die Haut. Eine basisch orientierte Kost (viel Obst und Gemüse, gekeimte Sojasprossen, Kartoffeln, wenig Fleisch, Fisch, Eier, Fette, keinen Fleischextrakt, keine gerösteten Nüsse, keine Hefemehlspeisen) kann individuell Erfolg bringen. Wesentlich für die Haut ist auch eine gesunde Darmflora. Reichlich Jogurt ist empfehlenswert, um mit den enthaltenen Milchsäurebakterien für den Aufbau einer gesunden Darmflora zu sorgen, die wiederum entscheidend für die Aufnahme von Nährstoffen durch die Darmwand ist.


Da Hormone an der Entstehung von Akne beteiligt sind, kommt den Hülsenfrüchten und dem Getreide, besonders aber den Sojaprodukten eine große Bedeutung zu. Sie enthalten Phytoöstrogene, die im Körper eine hormonähnliche Wirkung entfalten. Das ist nicht nur in Hinblick auf Akne, sondern auch für die Krebsprävention wünschenswert und wird therapeutisch auch zur Bekämpfung von Wechselbeschwerden genutzt.


Naturheilmittel gegen Akne


Besorgen Sie sich Heilerde aus der Apotheke, rühren Sie aus 3 bis 4 Esslöffeln mit heißem Wasser einen dicken Brei an und tragen Sie diesen täglich auf die betroffenen Stellen auf, vor allem geeignet für Akne auf Brust und Rücken. 20 Minuten einwirken lassen, dann wieder abwaschen.


Beruhigen Sie die entzündete Haut mit der Kraft der Aloe vera. Besorgen Sie 100 %igen Aloe-vera-Saft in der Apotheke. Tränken Sie mehrmals am Tag ein Kosmetiktuch damit. Betupfen Sie die betroffenen Stellen oder legen Sie es auf. Mindestens 15 Minuten einwirken lassen, eventuell Auflage wiederholen. Pflegen Sie die Haut danach mit einer hoch dosierten Vitamin-E-Salbe aus der Apotheke

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