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Bluthochdruck

Unter Blutdruck versteht man den Druck, mit dem das Blut vom Herzen in alle Winkel des Körpers (großer Kreislauf) und in die Lunge (kleiner Kreislauf) gepumpt wird. Er ist abhängig vom Verhältnis zwischen vorhandener Blutmenge und Weite der Blutgefäße. Die vorhandene Blutmenge ist abhängig von der Aktivität des Herzens. Die normalen Werte betragen bis 140/90. Bei Vorliegen anderer Risikofaktoren wie hohe Blutfettwerte oder Zuckerkrankheit wird der Arzt versuchen, den Blutdruck zu senken. Was darunter liegt, bezeichnet man als niedrigen Blutdruck, was darüber liegt, als hohen Blutdruck.

 

Der erste Zahlenwert ist der systolische Wert, der den Blutdruck beim Zusammenziehen (Systole) des Herzens angibt, der zweite Wert ist der diastolische Wert, der den Druck bei der Erschlaffung (Diastole) des Herzens kennzeichnet. Hoher Blutdruck bringt meist wenig sichtbare Unannehmlichkeiten, die Gefahr eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls ist jedoch groß. Der Blutdruck wird beeinflusst von der Kraft des Herzens, das Nachlassen der Herzkraft lässt den Blutdruck sinken. Die Vermehrung der Blutmenge lässt den Blutdruck steigen. Dickes Blut erhöht, dünnes Blut vermindert den Blutdruck. Verengte, verkalkte Gefäße lassen den Blutdruck steigen. Bluthochdruck gehört in jedem Fall ärztlich kontrolliert und, wenn Lebensstilmaßnahmen nicht ausreichen, behandelt.

 

Gesunde Ernährung - wichtig

 

Eine fett- und kochsalzarme Ernährung mit Fisch, Obst und Gemüse ist die erste Maßnahme bei Bluthochdruck, wobei nicht alle Menschen auf die Salzreduktion ansprechen. Bei der Zubereitung Salz durch Küchenkräuter, Knoblauch, Zwiebel ersetzen. Salzreiche Lebensmittel wie Wurst, Schinken, Käse (z. B. Roquefort, Gorgonzola, Schafkäse), Streuwürzen, Suppenwürfel und Fertiggerichte weglassen.

 

In jedem Fall ist Gewichtsreduktion bei Übergewicht eine wirksame Maßnahme zur Senkung des Blutdrucks!

 

Der Lebensstil ist ausschlaggebend

 

Viel Bewegung (Ausdauertraining mindestens dreimal die Woche 30 Minuten) schützt das Herz und senkt den Blutdruck. Stress beeinflusst den Bluthochdruck sehr ungünstig. Alles, was hilft Stress abzubauen (Entspannungsmethoden, ausreichende Nachtruhe, Ausdauersport, Psychohygiene), schützt vor den Folgen des Bluthochdrucks und senkt den Blutdruck.

 

Heilpflanzen - zusätzlich zu Lebensstiländerung und Medikamenten

 

Kräutertees können bei leichter Blutdruckerhöhung allein oder zusätzlich zur Therapie hilfreich sein - mit dem behandelnden Arzt absprechen.

 

Rezepturen: Weißdornblüten, Olivenblätter, Mistelkraut, zu gleichen Teilen. Ein Esslöffel dieser Mischung wird mit einer Schale heißem Wasser übergossen, 10 Minuten ziehen gelassen, abgeseiht und 3-mal täglich eine Tasse Tee getrunken.

 

Melisse, Weißdornblüte, Sonnentau, Raute, Mistel, Olive, Baldrian, Hopfen zu gleichen Teilen. 1 gehäuften Esslöffel mit 1/4 l siedendem Wasser übergießen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und zweimal täglich trinken.

 

Der Mistel werden seit urdenklicher Zeit besondere Kräfte nachgesagt, sie wird auch in der Krebsbekämpfung eingesetzt. Sicher ist, dass die Viscotoxine der Mistel herzwirksam sind und Cholin, Acetylcholin sowie Histamine den Blutdruck beeinflussen. Für den Tee werden die Blätter der Mistel verwendet, sie dürfen aber nicht abgebrüht oder gekocht werden. Zwei gehäufte Teelöffel Mistel mit 1/4 l kaltem Wasser übergießen und 10 bis 12 Stunden ziehen lassen. Dann abseihen. Zwei Tassen pro Tag.

 

Man kann zur blutdrucksenkenden Entwässerung, wenn ärztlich empfohlen, auch Heilpflanzen einsetzen. Wassertreibende Heilpflanzen sind z. B.: Birkenblätter, Brennnesselblätter, Goldrutenkraut, Löwenzahnkraut, Löwenzahnwurzel, Schachtelhalm, Selleriefrüchte, Wacholder. Bei Stauungen infolge eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit sind wassertreibende Tees nicht angezeigt. Arzt fragen!

 

Kneipp: Bei Bluthochdruck wechselwarm und warm

 

Intensive Kaltreize lassen den Blutdruck steigen und sind für Bluthochdruckpatienten verboten. Wechselwarme Anwendungen, z. B. Wechselarmbad, Wechselfußbad (kalt etwa 18 - 20 °C, warm 36 - 38 °C) fördern die Durchblutung. Wechselbäder. 5 Minuten warm, 10 Sekunden kalt. 2-mal wechseln, warm beginnen, kalt abschließen.

 

Ein ansteigendes Armbad ist bei leichter Blutdruckerhöhung durch die thermische Gefäßerweiterung, und die dadurch erzielte Kreislaufentlastung und Verbesserung der Herzdurchblutung günstig. - Arzt konsultieren!

 

Vollbäder sind eine Belastung für Herz und Kreislauf und für Patienten mit Bluthochdruck ungünstig.

 

Man kann auch regelmäßig eine Oberkörperwaschung durchführen und am Abend Wassertreten. Ferner ist bei mäßigem Bluthochdruck einmal wöchentlich ein Saunabesuch günstig (kalte Tauchbäder sind streng verboten).

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